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    Europa21

    Moment mal, was passiert hier eigentlich? Und was hat das mit uns zu tun? Diese Fragen standen am Anfang unserer Überlegungen für den Programmschwerpunkt Europa21 zur Leipziger Buchmesse 2017. Die vergangenen zwölf Monate waren von einschneidenden Ereignissen geprägt. Die Grundfesten von Demokratie und Freiheit wurden neu ins Wanken gebracht. Von der sogenannten „Flüchtlingskrise“ über den Brexit bis zum Erstarken neonationaler und antidemokratischer Kräfte in Europa haben wir uns im vergangenen Jahr intensiv mit der Zukunft Europas beschäftigt.

    Im Zentrum dieser Auseinandersetzung steht die Sorge vor dem Auseinanderdriften unserer Gesellschaften. Wir merken: Es ist einfacher, den Finger auf andere zu richten und zu formulieren, wen oder was man nicht möchte. Es ist einfacher zu kritisieren, als eigene Vorschläge zu entwickeln. Es wird viel über Andere gesprochen, selten mit ihnen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen möchten wir den Blick deshalb nicht auf die vermeintlich „Anderen“ legen, sondern uns selber den Spiegel vorhalten. Den Blick auf uns in Europa und unsere Reaktionen auf aktuelle Herausforderungen richten. Dabei soll die Frage im Vordergrund stehen, wie der Zusammenhalt gestärkt werden kann und welche Gesellschaft wir in Anbetracht der aktuellen Herausforderungen sein wollen – nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa.

    Wenn wir die Entwicklungen des letzten Jahres beobachten, könnte man sagen, wir leben in einer Zeit, die in die Geschichtsbücher eingehen wird: eine Zeit, in der unsere Generation aufgefordert war, für die Gesellschaft, die wir sein wollen, auch einzustehen. Deshalb haben wir in diesem Jahr dem Denkraum Europa21 den Titel gegeben: WIR in Europa – Wofür wollen wir einstehen?

    Wir laden Sie ein, gemeinsam Demokratie zu denken, zu befragen und zu erleben. Neue Allianzen zu schmieden, auch über althergebracht Kategorien und Denkmuster hinweg. Und dabei die aktuellen Geschehnisse persönlich zu nehmen. Deshalb ist das diesjährige Motto von Europa21: Innehalten, kritisch reflektieren und Banden bilden.

    Esra Küçük, Kuratorin Europa21

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    Esra Küçük Die gebürtige Hamburgerin ist Mitglied im Direktorium des vielfach ausgezeichneten Maxim Gorki Theaters in Berlin. Sie leitet das Gorki Forum, einen neuen Ort für Diskurs und Vermittlung. Zuvor war die Politologin Geschäftsführerin der Jungen Islam Konferenz, ein von ihr initiiertes deutschlandweites Bildungsprogramm.

    Der Salon E-U-R-O-P-A

    Traditionell kamen im Salon Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen, Weltanschauungen und verschiedener Stände sowie Dichter, Naturforscher, Politiker, Gesellschaftsgrößen und Aristokraten auf einer Ebene zusammen. Im Salon E-U-R-O-P-A soll an diese Tradition angeschlossen werden: hier kamen kritische Stimmen und kreative Gedanken aus Europa zusammen.

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    Foto: Cengiz Karahan

    ERÖFFNUNG
    „E-U-R-O-P-A, WIR MÜSSEN REDEN!“

    Donnerstag, 23. März 2017 11.30 –12 Uhr
    Ort: Café Europa, Halle 4, Stand E401

    İdil Baydar ist eine deutsche Schauspielerin und Comedian. Mit ihren klischeehaft angelegten Kunstfiguren wurde sie zum Youtube Star. In ihrer Show entlarvt und ironisiert sie unsere gesellschaftlichen Debatten und benennt Bilder, Klischees und Vorurteile, die wir voneinander haben.

    Performance von İdil N. Baydar aka Jilet Ayse

    SALON 1
    WIE REDEN WIR MITEINANDER?
    Unsere Debattenkultur auf dem Prüfstand

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    Donnerstag, 23. März 2017 12–13 Uhr
    Ort: Café Europa, Halle 4, Stand E401

    Kaum ein Thema wurde im letzten Jahr so kontrovers diskutiert wie die sogenannte „Flüchtlingskrise“. Wer die Diskussionen dazu verfolgt, merkt schnell: das Gesprächsklima ist polarisiert, die Gesellschaft gespalten. Es entsteht der Eindruck, dass kein wirklicher Austausch mehr stattfindet. Auch die Kunstform Satire – wir erinnern uns an die Causa Böhmermann – hat uns das vorgeführt.

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    Diagnose „Filterblase“: Zweifel an der eigenen Position kommen nicht infrage. Werden wir in unserer digitalen Blase nicht mehr mit Informationen konfrontiert, die unsere Weltsicht herausfordern könnten? Wie ist dann noch ein Verhandeln von Differenz möglich? Können wir über die Konflikte, Ambivalenzen und Unübersichtlichkeiten heutiger europäischer Gesellschaften sprechen?

    Mely Kiyak ist politische Kolumnistin und vielfach ausgezeichnete Autorin. Für Zeit Online schreibt sie die Kolumne Kiyaks Deutschstunde und für das Gorki Kiyaks Theater Kolumne.

    Kijan Espahangizi Der Historiker und Leiter des Zentrums Geschichte des Wissens an der ETH Zürich arbeitet zum Konzept der postmigrantischen Gesellschaft und der historischen Rassismusforschung.

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    Fatih Çevikkollu ist ein deutscher Theater-, Filmund Fernsehschauspieler, Komiker und Kabarettist. Für sein erstes Soloprogramm Fatihland wurde er 2006 mit dem Prix Pantheon Jurypreis ausgezeichnet.

    Moderation: Esra Küçük, Kuratorin von Europa21 und Mitglied Direktorium Maxim Gorki Theater.

    SALON 2
    WER IST „DAS VOLK“?
    Demokratie und Rechtsruck vor unserer Haustür

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    Donnerstag, 23. März 2017 13–14 Uhr
    Ort: Café Europa, Halle 4, Stand E401

    Wir erinnern uns an die Bilder vom Arabischen Frühling, die Gezi Park Demonstrationen in Istanbul, an die Occupy Bewegung und an die allgegenwärtigen Pegida-Märsche in Großstädten. Sind öffentliche Versammlungen eine pure Form der Demokratie? Wer ist eigentlich das Volk – und was ist mit denen, die nicht auf die Straße gehen?

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    In einer Zeit, in der wir in Europa einen Aufstieg rechtsnationaler Strömungen und ein neues Aufkommen völkischer Diskurse beobachten, geraten westliche Demokratien zunehmend unter Druck. Erleben wir einen nationalkonservativen „Backlash“, der demokratisches Denken vor neue Herausforderungen stellt? Haben wir es mit einer Wiederholung von Geschichte zu tun?

    Martin Roth war von 2011 bis 2016 Direktor des Victoria & Albert Museums in London. Mit dem Brexit verabschiedet er sich aus Großbritannien. Mitte 2017 wird er Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen in Stuttgart.

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    Katarzyna Wielga-Skolimowska Die Theaterwissenschaftlerin, Kuratorin internationaler Kulturprojekte und Kulturdiplomatin leitete von Juni 2013 bis Dezember 2016 das Polnische Institut Berlin.

    Katja Riemann ist eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen. Sie engagiert sich für Menschenrechte und eine offene Gesellschaft in Deutschland. 2010 wurde sie für ihr soziales Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

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    Moderation: Banu Güven ist ein bekanntes Fernsehgesicht in der Türkei. Sie war Nachrichtensprecherin beim Sender NTV. Ihre Entlassung erregte Aufsehen, da sie sich in einem offenen Brief an Ministerpräsident Erdoğan wandte.

    SALON 3
    WER SIND „WIR“ UND WER GEHÖRT DAZU?
    Strategien im Ringen um den gesellschaftlichen Wandel Europas

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    Freitag, 24. März 2017 12–13.30 Uhr
    Ort: Café Europa, Halle 4, Stand E401

    Die europäischen Gesellschaften verändern sich, sie werden immervielfältiger. In Deutschland lebten bereits 2015 insgesamt 17,1 Millionen Menschen mit einem sogenannten Migrationshintergrund. Einige sehen in dieser Entwicklung die Chance auf eine kulturelle, humanitäre und wirtschaftliche Blütezeit, andere fühlen sich durch die Schnelligkeit der Entwicklungen abgehängt.

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    Wieder andere nutzen diese Entwicklungen, um auf dem Rücken von Minderheiten Macht und Einfluss zu gewinnen. „Angst“ ist eines der dominierenden Schlagworte. Kurzum: Es findet ein Ringen darum statt, wie diese Veränderung zu interpretieren und zu gestalten ist.

    Naika Foroutan ist stellvertretende Leiterin des Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung. Sie wurde deutschlandweit bekannt mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten, die Sarrazins Thesen widerlegten.

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    Mark Terkessidis Der Autor und Wissenschaftler forscht zu Jugend- und Popkultur, Migration und Rassismus. In seinem Buch Interkultur plädiert er für eine radikale interkulturelle Öffnung.

    Thomas Meinecke Der Autor, Journalist und Musiker war zuletzt Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien. Gerade erschien sein neues Buch Selbst, ein vielbesprochener Post-gender-Liebesreigen.

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    Moderation: Harald Asel ist Redakteur, Autor und Moderator bei Inforadio (rbb).

    Das Podiumsgespräch wird aufgezeichnet und am Sonntag, den 26. März um 11.05 Uhr (Wiederholung um 20.05 Uhr) im Rahmen der Sendereihe Forum im Programm von Inforadio ausgestrahlt.

    SALON 4
    JUNG GEGEN ALT?
    Generationenkonflikt: Demokratie in alternden europäischen Gesellschaften

    Samstag, 25. März 2017 12–13 Uhr
    Ort: Café Europa, Halle 4, Stand E401

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    Nicht zuletzt der Brexit hat uns gezeigt: alt überstimmt jung! Drei von vier Briten zwischen 18 und 24 Jahren sahen ihre Zukunft in der EU. Die Älteren haben allerdings die Wahl entschieden. Allein aus demografischer Sicht ist die Stimme der Jungen verhältnismäßig schwach. Dieses Phänomen kann in allen überalterten Gesellschaften zum Problem werden. Was bedeutet der demografische Trend für die demokratische Zukunft Europas? Wie kommt es, dass wir es teilweise mit einer niedrigen Wahlbeteiligung junger Menschen zu tun haben? Welche zukünftigen Strategien sind hier denkbar?

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    Julia Friedrichs Die Bestsellerautorin setzt sich mit den Themen soziale Gerechtigkeit und ungleiche Verteilung von Vermögen auseinander. 2015 erschien ihr vielbeachtetes Buch Wir Erben. Was Geld mit Menschen macht.

    Philipp Fritz ist Journalist und Politikwissenschaftler mit Schwerpunkt Osteuropa. Er schreibt u.a. für die Berliner Zeitung, die Jüdische Allgemeine und die TAZ.

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    Matthias Horx ist einer der renommiertesten Trend- und Zukunftsforscher in Deutschland. Er beschäftigt sich mit dem Wandel gesellschaftlicher Werte und Lebensformen. Gerade erschien sein Zukunftsreport 2017.

    Moderation: Anke Plättner ist eine deutsche Fernsehjournalistin. Bekannt ist sie unter anderem als Moderatorin der Phoenix Runde.

    SALON 5
    DIE ABSTIEGSGESELLSCHAFT
    Was macht unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert aus?

    Samstag, 25. März 2017 13–14 Uhr
    Ort: Café Europa, Halle 4, Stand E401

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    Spätestens seit der Wahl von Donald Trump zum 45. US-Präsidenten wird über einen neuen Begriff auch in Europa vermehrt gesprochen: Einen Begriff, der eine bisher diffuse und noch nicht näher ergründete Gruppe von Menschen beschreiben soll – die sogenannten „Abgehängten“. Er steht pars pro toto für eine Entwicklung, die wir auch in Europa beobachten und die viele Fragen aufwirft.

    Wie kann es sein, dass in Zeiten, in denen es uns wirtschaftlich so gut geht wie noch nie, Begriffe wie Angst und Hass Konjunktur haben? „Wohlstand für alle” lautete doch das Credo deutscher Politik. Doch Studien zeigen: In kaum einem Industrieland herrscht eine so hohe Ungleichheit – in Bezug auf Einkommen, Vermögen und Chancen – wie in Deutschland. Wie wird der Wohlstand in unseren Gesellschaften verteilt? Und warum ist das so?

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    Roger de Weck ist Autor des Buches Nach der Krise: Gibt es einen anderen Kapitalismus? Er war Chefredakteur von DIE ZEIT und des Zürcher Tages-Anzeigers. Seit 2010 ist er Generaldirektor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR).

    Heinz Bude Der Soziologe setzt sich mit dem Phänomen der Angstgesellschaft, Exklusion und politischer Teilhabe auseinander. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Generations- und Unternehmerforschung. 2016 erhielt er den Preis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.

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    Ralf Fücks Der Autor und Vorstand der Heinrich Böll Stiftung arbeitet zu den Themen Nachhaltige Entwicklung, Migration und Zukunft Europas. 2017 erscheint sein neues Buch Freiheit verteidigen. Wie wir den Kampf um die offene Gesellschaft gewinnen.

    Moderation: Esra Küçük, Kuratorin von Europa21 und Mitglied Direktorium Maxim Gorki Theater.

    SALON 6
    WAS HAT DAS MIT UNS ZU TUN?
    Ein Gespräch mit den Autor*innen der Werkstatt im Salon E-U-R-O-P-A

    Sonntag, 26. März 2017 12–13.30 Uhr
    Ort: Café Europa, Halle 4, Stand E401

    Mit: Sivan Ben Yishai, Nicoleta Esinencu, Necati Öziri, Yavuz Ekinci

    Moderation: Sasha Marianna Salzmann und Deniz Utlu

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    WERKSTATT „SCHREIBEN IM FALL“
    Lesungen und Autor*innengespräche

    Ort: Café Europa Lounge, Halle 4, Stand E403

    Was hat das mit uns zu tun? Und was ist für uns Europa? Danach fragen die Schriftsteller Sasha Marianna Salzmann und Deniz Utlu. Bei ihrer Suche stellen sie uns einige ihrer Lieblingsautor*innen vor – Autor*innen, die im Kontext ihrer Zeit und ihrer Orte nach Worten suchen, die in einer gleichzeitig auseinanderreißenden und immer mehr ineinandergreifenden Welt das Dasein sagbar machen. Dabei wird Europa zu einem kurdischen Dorf auf einem Sozialbau in Recklinghausen mit einer Mauer zwischen Palästina und Moldau. Das Schreiben der Autor*innen bewegt sich in Prosa und Dramatik, in Israel, Palästina, Moldau, Türkei, Kurdistan und durch die Bundesrepublik. Sasha Marianna Salzmann und Deniz Utlu bringen uns in einen persönlichen Austausch mit ihnen. In einem kleinen Kreis wird hier gelesen, gemeinsam gedacht und über Schreiben in bewegten Zeiten gesprochen.

    Sasha Marianna Salzmann Die vielfach gespielte und ausgezeichnete Dramatikerin, Essayistin und Kuratorin ist Mitbegründerin des Kulturmagazins freitext und des performativen Experimentierraums STUDIO. Sie ist Hausautorin des Gorki Theaters in Berlin. Im September 2017 erscheint ihr Debütroman im Suhrkamp Verlag.

    Deniz Utlu Sein Debütroman Die Ungehaltenen erschien 2014 und wurde 2015 für die Bühne adaptiert. Bis 2014 gab er das Magazin freitext heraus. Für seine Texte erhielt er viele Auszeichnungen; so dieses Jahr das Aufenthaltsstipendium der Villa Tarabya/Istanbul. Zuletzt erschien ein Essay zu Kolumbien (FAZ).

    Die Autor*innen:

    Sivan Ben Yishai – Freitag, 24. März 2017 11–12 Uhr und 15–16 Uhr // Samstag, 25. März 14–15 Uhr

    • Die dramatischen Arbeiten der in Israel vielfach gespielten Autorin drehen sich um das verlorene Individuum in einem Strudel von Gewalt. Ihre aktuelle Trilogie beschäftigt sich mit dem erneuten Aufflammen des palästinensisch-israelischen Konflikts. 2017 werden die Uraufführungen der ersten beiden Teile am Deutschen Theater Berlin und am Maxim Gorki Theater (THE LIFE AND DEATH OF THE BEW WEW WOOPIDU JEW) zu sehen sein.
    • moderiert von Sasha Marianna Salzmann

    Nicoleta Esinencu – Freitag, 24. März 2017 14–15 Uhr // Samstag, 25. März 11–12 Uhr und 15–16 Uhr

    • Die in über 40 Sprachen übersetzte, international vielfach ausgezeichnete Autorin war Stipendiatin zahlreicher europäischer Writers-in-Residence-Programme. Als Teil des künstlerischen Teams des Theater Spălătorie in Chișinău setzt sie sich für experimentelle Kunstformen und politische Debatten in öffentlichen Räumen in Moldau ein.
    • moderiert von Sasha Marianna Salzmann
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    Necati Öziri – Freitag, 24. März 2017 11–12 Uhr und 15–16 Uhr // Samstag, 25. März 14–15 Uhr

    • Necati Öziri ist Dramaturg am Maxim Gorki Theater. Er schreibt Kurzgeschichten (Da kommt er, In: entwürfe, Nr. 71); seit der Spielzeit 2014 / 15 ist er künstlerischer Leiter des Studio . Sein Stück get deutsch, die tryin‘ (Rowohlt) wird im Mai 2017 am Maxim Gorki Theater in der Regie von Sebastian Nübling uraufgeführt.
    • moderiert von Deniz Utlu

    Yavuz Ekinci – Freitag, 24. März 2017 14–15 Uhr // Samstag, 25. März 11–12 Uhr und 15–16 Uhr

    • Yavuz Ekinci erhielt für seine Veröffentlichungen zahlreiche Preise, darunter den Human Rights Association Story Award. Er ist Herausgeber einer Publikationsreihe mit kurdischer Exilliteratur. In seinem aktuellen Roman, Der Tag, an dem ein Mann vom Berg Amar kam beschreibt er ein Dorf in Kurdistan eine Nacht vor seiner Räumung.
    • moderiert von Deniz Utlu

    Dolmetschung: Eva Wemmer (Moldauisch) und Oliver Kontny (Türkisch)

    Die Anmeldung zur Teilnahme an den Autor*innengesprächen erfolgt vor Ort an Stand E403.

    LESUNG
    Bekenntnisse eines leidenschaftlichen Europäers

    Freitag, 24. März 2017, 13.30–14 Uhr
    Ort: Café Europa, Halle 4, Stand E401

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    Wir haben Europa viel zu verdanken: Freiheit, positive Utopien, grenzenloses Reisen. Andre Wilkens erzählt in seinem neuen Buch Der diskrete Charme der Bürokratie: Gute Nachrichten aus Europa (S. Fischer Verlag, 2017) die Geschichten dazu. Von Europa, von Menschen in Europa, von sich selbst. Nicht abstrakt, sondern selbst erlebt. Es geht um Fußball, Musik, Architektur und vieles mehr – selbst Habermas und Angelina Jolie kommen zu Wort. Denn Europa muss neu erzählt werden, besser, spannender, moderner, persönlicher, im Guten wie im Bösen, mit Höhen und Tiefen. Mit all den Zutaten eben, die gute Storys auszeichnen

    Andre Wilkens Politikwissenschaftler und Autor des neu erschienen Buchs Der diskrete Charme der Bürokratie – Gute Nachrichten aus Europa. Er ist Gründer des European Council on Foreign Relations und Mitgründer der Initiative Offene Gesellschaft.

    FUCK YOU, Eu.ro.Pa! / Fuck you Moldova!

    Von: Nicoleta Esinencu und Marina Frenk
    Besetzung: Marina Frenk, Kostia Rapoport
    Musik: The Real Baba Dunyah

    Samstag, 25. März 2017 19.30 Uhr
    Ort: Schaubühne Lindenfels, Leipzig
    Eintritt frei

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    Wenn es eine moldauische weibliche Stimme gibt, die Europa befragt, dann kann es auch eine nationalitätslose weibliche Stimme geben, die Moldau in Frage stellt. Nicoleta Esinencu spricht in ihrem wütenden Monolog FUCK YOU, Eu.ro.Pa.! / Fuck you Moldova! mit ihrem verstorbenen Vater. Sie erinnert sich an die Kindheit in Moldau, an ihr Studium, an ihre Zeit in Europa, an die Perestroika-Zeit. Und vor allem daran, wie Geld und Sinnlosigkeit sich in ihr sehr junges Leben eingeschlichen haben.

    Die Schauspielerin Marina Frenk, geboren in Moldau, als es noch sowjetisch war, hat russisch-jüdische Wurzeln und lebt seit ihrer Kindheit in Europa. Keine Moldauerin zu sein, nicht wirklich Deutsche, Russin oder Jüdin, bedeutet für sie auch, ein Mensch ohne Nationalität zu sein. Was also, wenn man quasi schon als Ausländer*in auf die Welt gekommen ist? Marina Frenk performt Esinencus Text und anschließend ihre selbst eingerichtete persönliche Antwort darauf.

    Der mit dem rumänischen Dramacum-Preis ausgezeichnete und international vielbeachtete assoziative Monolog FUCK YOU, Eu.ro.Pa! wurde nach seinem Erscheinen in Moldau verboten. Immer noch hochaktuell, erzählt er mehr als einen kurzen Zeitabschnitt der Geschichte der ehemaligen UdSSR. FUCK YOU, Eu.ro.Pa! wurde 2014 im Studio von Katharina Kummer inszeniert.

    Mit anschließendem Publikumsgespräch mit der Schauspielerin
    Marina Frenk und der Autorin Nicoleta Esinencu, moderiert von Sasha Marianna Salzmann

    Hinweis: Der Eintritt ist frei. Da die Platzkapazität begrenzt ist, empfehlen wir Ihnen, rechtzeitig vor Ort zu sein.

    Eine Produktion des Studio / Maxim Gorki Theater
    Ausgezeichnet mit dem Jurypreis des Secondo Festivals Zürich 2016

    Download

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    Hier finden Sie den Programmflyer zu WIR in Europa – Wofür wollen wir einstehen? (PDF, 1,3 MB).

    Kuratorin

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    Die gebürtige Hamburgerin Esra Küçük leitet seit März 2016 das "Gorki Forum", einen neuen Ort für Diskurs und Vermittlung am vielfach ausgezeichneten Maxim Gorki Theater in Berlin. Die Diplom-Sozialwissenschaftlerin leitete zuvor das von ihr gegründete deutschlandweite Bildungsprogramm Junge Islam Konferenz. Letzteres entwickelte sie, um jungen Menschen ein Forum für den Austausch und eine institutionalisierte Stimme in der politischen Debatte rund um die Themen Rassismus, Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland zu bieten.

    Zu den weiteren Stationen ihres beruflichen Lebens gehörte die Stiftung Mercator, der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration sowie die Humboldt-Universität zu Berlin. Esra Kücük ist unter anderem Beiratsvorsitzende von Kiron Open Higher Education, der ersten digitalen Hochschulplattform für Geflüchtete.

    Über Debattenkultur und gute Geschichten in postfaktischen Zeiten sprach Esra Küçük im Interview mit der Redaktion des Blogs bücherleben der Leipziger Buchmesse.

    Veranstalter: Robert Bosch Stiftung und Leipziger Buchmesse

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    Die Robert Bosch Stiftung gehört zu den großen, unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. In ihrer gemeinnützigen Arbeit greift sie gesellschaftliche Themen frühzeitig auf und erarbeitet exemplarische Lösungen. Dazu entwickelt sie eigene Projekte und führt sie durch. Außerdem fördert sie Initiativen Dritter, die zu ihren Zielen passen.

    Die Robert Bosch Stiftung ist auf den Gebieten Gesundheit, Wissenschaft, Gesellschaft, Bildung und Völkerverständigung tätig.

    In den kommenden Jahren wird sie darüber hinaus ihre Aktivitäten verstärkt auf drei Schwerpunkte ausrichten:

    • Migration, Integration und Teilhabe
    • Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland und Europa
    • Zukunftsfähige Lebensräume

    Seit ihrer Gründung 1964 hat die Robert Bosch Stiftung mehr als 1,4 Milliarden Euro für ihre gemeinnützige Arbeit ausgegeben.

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    Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt.

    Die Leipziger Buchmesse 2016 mit dem Lesefest Leipzig liest findet vom 17. bis 20. März auf dem Leipziger Messegelände sowie im gesamten Stadtgebiet statt. Es werden rund 2.000 Aussteller, über 250.000 Besucher und mehr als 2.500 Journalisten erwartet. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet seit 2014 die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 22. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

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