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    Kategorie Sachbuch/Essayistik: Philipp Ther „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent.“

    12.03.15 | 16:52 Uhr | Leipziger Messe GmbH | Bildquelle: Barbara Mair, Universität Wien

    Philipp Ther, geboren 1967 im Kleinwalsertal, Österreich, ist Professor am Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien. Zuvor war er u. a. John F. Kennedy Fellow an der Harvard University. 2011 erschien sein Buch Die dunkle Seite der Nationalstaaten. „Ethnische Säuberungen“ im modernen Europa, das vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt wurde.

    Zur Begründung

    Ein Wirtschaftsbuch? Ein politisches Buch? Eine Kulturgeschichte? Eine Reportage oder gar Erinnerungen? Wer die Landschaft der nonfiction-Literatur, der Sachbücher, beobachtet, nimmt naturgemäß unterschiedlichste Genres in den Blick. Einer der vielen Vorzüge des Buches von Philipp Ther ist, dass es unterschiedlichste Genres in einem Band vereint. Es ist ein Wirtschaftspolitikideengeschichtsbuch, mit reportierenden Einsprengseln, unter besonderer Berücksichtigung der eigenen Erinnerung.

    Philipp Ther holt in „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent“ die Vorgeschichte der Reformen von 1989/90 aus den Akten der achtziger Jahre, die Rezepte, die sich mit den Namen Thatcher oder Reagan verbinden. Er beschreibt die Praxis und die Nebenwirkungen der neoliberalen Therapien, die in den Staaten jenseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs angewendet wurden, während der neunziger und während der nuller Jahre. Vor allem aber reist Philipp Ther mit seinen Lesern durch Prag oder Bratislava oder Budapest und auch übers flache Land. Das Buch changiert aufs Erhellendste zwischen Anschauung und Abstraktion.

    Am Ende haben wir eine genauere Vorstellung von den Kontinentalplattenverschiebungen – politisch, geistig, materiell –, die in den vergangenen zwei, drei Jahrzehnten dazu geführt haben, dass heute, unter dem Titel „Ukraine-Konflikt“, in Europa wieder Krieg herrscht.

    Mit „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent“ ist eine ganz eigene Geschichte der Gegenwart gelungen; eine Geschichte unserer Gegenwart. Man versteht sie besser nach der Lektüre.

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